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SPLINTER

Ein braves Pärchen - der nerdige Seth und seine Freundin Jolly - wollen ihren Jahrestag in der Natur verbringen und fahren zum Camping. Ein weniger braves Pärchen -  der entflohene Sträfling Dennis und sein mit Drogen vollgepumptes Anhängsel Lacey - wollen stattdessen lieber den Cops entkommen und sich nach Mexiko absetzen. Dumm nur, dass der eigene Wagen mitten in der Natur streikt. Zwecks Problemlösung schnappt man sich also kurzerhand das brave Pärchen samt deren Wagen und macht sich auf den Weg. Allerdings kommt man auch mit denen nicht wirklich weit, da Jolly kurz darauf auf der Landstraße ein stacheliges Etwas überfährt und daraufhin mit einer Autopanne liegenbleibt. Bis zu einer mehr oder weniger verlassenen Tankstelle können sie sich noch retten, aber dort wird's dann richtig ungemütlich...

Einen Innovationspreis gewinnt man mit diesem Storykonstrukt wohl kaum, allerdings ist es in diesem Genre auch nicht einfach, das Rad neu zu erfinden. Splinter hat bei den FantasyFilmFest Nights 2009 offenbar ordentlich Eindruck hinterlassen und das kleine Filmchen - Laufzeit 82 Minuten inklusive Abspann - weiß durchaus zu unterhalten. Kommen die ersten Minuten noch relativ trashig daher, so entwickelt sich der Film nach und nach zu einem recht spannenden und ordentlich produzierten Kammerspielchen. Insbesondere das titelgebende "Stacheletwas" weiß zu gefallen, auch wenn man es mit den schnellen Schnitten hierbei schon an die Schmerzgrenze treibt. Trotz allem ist dieses Wesen abstrakt genug inszeniert, um den ganzen Film nicht der Lächerlich preiszugeben. Das Lachen bleibt einem spätestens dann im Hals stecken, wenn dem Zuschauer demonstriert wird, was man mit einem Teppichmesser so alles abschneiden kann...zumindest bis zu einem gewissen Punkt.

Die Darsteller leisten solide Arbeit, ohne dabei nennenswert hervorzustechen. Allerdings auch, ohne einen schauspielerischen Totalausfall zu liefern, was in diesem Genre durchaus im Rahmen des Möglichen liegt. Tricktechnisch kann sich der Monsterfreund auch nicht beschweren, auch wenn die bereits erwähnten schnellen Schnitte ausgiebige Blicke auf die Kreatur nicht zulassen. Aber eben dies führt dazu, dass Splinter sich halbwegs von der puren Trashgrenze fernhalten kann, da lange Einstellungen häufig mangelhafte Tricktechnik offenbaren und hierdurch die Illusion schnell zunichte machen. Diesen Vorwurf muss sich dieser Film jedenfalls nicht gefallen lassen.

Wer sich Splinter zu Gemüte führt muss wissen, was ihn hier erwartet. Der Film bietet keine Tiefgründigkeit und keine filmpreisverdächtigen Darstellerleistungen. Der Genrefreund bekommt hingegen ein saftiges Stück Blutwurst gereicht, an dem er 82 Minuten genüßlich herumknabbern kann.

Ben-O-Meter: 6 von 10 abgeschnittenen Gangsterarmen

4.6.09 08:32
 


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